Was ist das?

Fast 90% aller Sinneseindrücke erleben wir durch das Sehen.

Hierbei ist zu bedenken, dass das Sehen ein sehr komplexer und komplizierter Vorgang ist, über den man nicht einfach von Geburt an verfügt.
Der Mensch muss die einzelnen Sehfunktionen im Laufe vieler Entwicklungsstufen Schritt für Schritt erlernen.

Es ist allgemein bekannt, dass ein Mensch nicht immer rechtsichtig sein muss – er kann kurz- oder übersichtig (im Volksmund: weitsichtig) sein und vielleicht noch eine Hornhautverkrümmung haben. Diese Fehlsichtigkeiten werden mit Brillen oder Kontaktlinsen korrigiert und stellen meist keine weiteren Schwierigkeiten dar.

Weniger bekannt ist aber die Tatsache, dass die meisten visuellen Probleme ihre Ursache in einer unzureichenden Koordinationsfähigkeit der beiden Augen haben. So gut jedes einzelne Auge für sich auch funktionieren mag – wenn beide Augen kein gutes Team bilden, lassen visuelle Wahrnehmungsstörungen meist nicht lange auf sich warten.

Und wie immer liegt der Teufel im Detail: bei fast allen Reihensehtests, die gewissermaßen serienmäßig durchgeführt werden, wird nur die Sehschärfe der Einzelaugen bewertet, funktionelle Störungen der Beidäugigkeit bleiben in der Regel unerkannt und so entsteht häufig der falsche Eindruck, die Sehleistung sei in bester Ordnung.

Um diesen funktionellen Sehstörungen beizukommen, hat sich als Spezialgebiet der Augenoptik, die Optometrie entwickelt.

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