Thierry Neuville

Die Brille ist weit mehr als ein modischer Schnickschnack

Thierry_Kantenfilter IIVielfach standen Thierry Neuville und Copilot Nicolas Gilsoul vor einem Rätsel: „Wir begriffen einfach nicht, wie es zu diesen Missgeschicken kam.“ Und so suchte Thierry Neuville Rat bei den St.Vither Optiker und Optometristen Guido und David Faber.
Beide Fachleute nahmen Brillenträger Thierry Neuville unter ihre Fittiche. Dieser Schritt sollte sich lohnen. Für den Eifeler Rallyefahrer sind die Zeiss-Brillen, von denen er zahlreiche in allen Farben und Ausführungen sein Eigen nennt, weit mehr als nur ein modischer Schnickschnack.
Guido und David Faber bescheinigen Thierry Neuville ein insgesamt gutes Sehvermögen, wie sich bei den Tests herausstellte: „Doch kleine Schwächen müssen ausgemerzt werden.“ Offensichtlich liegen bei ihm Probleme mit der visuellen Wahrnehmung vor, die bei der rasanten Fahrt in den Wertungsprüfungen mitunter zu Fehleinschätzungen mit schwerwiegenden Folgen führen können: Sie können durch ein auf den Fahrer spezifisch angepasstes Visualtraining gelöst werden.

Wir greifen bei dieser Arbeit auf die Richtlinien der sogenannten „Funktionaloptometrie“ sowie der „Sports Vision“ zurück, um zum gewünschten Ziel zu gelangen, das da lautet: „Schneller sehen, schneller wahrnehmen, schneller reagieren“.
Dabei ist erwiesen, dass mit dem Anstieg der visuellen Leistungen das Sehvermögen und die Sehverarbeitung erheblich wirksamer würden: die Genauigkeit der Augenbewegungen, das Stereosehen, die Tiefenschärfe, schnelle Anpassung des Auges an verschiedene Distanzen, Deuten der Wahrnehmung der Umgebung, Vorausschau auf anstehende Bewegungsabläufe und Koordination Auge-Hand-Fuß. „Der Sportler muss diese Fähigkeiten auch bei längerer intensiver Belastung aufrechterhalten“, schlussfolgern die Funktionaloptometristen: „Er braucht also auch beim Sehen Reserven.“

Im Normalfall trainiert Thierry Neuville seine Augen täglich während einer Viertelstunde. Diesen Rhythmus kann er aber manchmal beim zeitaufwendigen Ablauf der Wettbewerbe nicht einhalten. Die typischen Übungen, vier an der Zahl pro Sitzung, betreffen die jeweils verschiedenen Sehfunktionen und variieren ständig.
Der St.Vither Rallyefahrer freut sich über die sichtlichen Erfolge dieses Visualtrainings: „Mein Sichtfeld ist um einiges größer geworden. Und ich kann jetzt einfacher sehen und die Informationen kontrollierter verarbeiten. Ferner sind die Reaktionen schneller geworden.“ Und die Ergebnisse haben sich ebenfalls enorm gesteigert…

 

Mit der Funktionaloptometrie besser sehen

Dank der Prinzipien der „Funktionaloptometrie“ und der „Sports Vision“ unter der Anleitung der beiden St.Vither Optiker und Optometristen Guido und David Faber hat Rallyefahrer Thierry Neuville sein Sehvermögen bereits schärfen können, wie die durchgeführten Sehtests sowie auch die Leistungen auf der Strecke zeigen.

Der Profi will aber weitere Fortschritte in diesem Bereich erzielen, denn sein Ziel lautet, über kurz oder lang den Rallye-WM-Titel zu erringen. Da kommt es auf jede Zehntelsekunde an, die man allein dadurch gewinnen kann, indem man die Trasse der Rallye-Wertungsprüfungen schneller und leichter wahrnimmt und somit noch genauer mit dem Lenkrad oder dem Brems- und Gaspedal reagieren kann. Bei diesem Bestreben kommt auch eine neuartige Technologie der Optik aus dem Hause Carl Zeiss zum Einsatz.

Das Visualtraining muss maßgeschneidert gestaltet werden. Denn es unterscheidet sich von einer Sportart zu anderen. Ein Sportschütze etwa beansprucht ein anderes Sichtfeld als ein Motorsportler. Und die Augen werden bei einem Rundstreckenrennen in einem geschlossenen Feld anders belastet als bei einer Rallye in einer offenen Umgebung.

Eine gute Sicht ist eine der Grundvoraussetzungen für die bestmögliche Koordination der Handlungsabläufe des Menschen. Je rascher und gezielter man halt das Umfeld wahrnimmt und die visuellen Informationen verarbeitet, desto gezielter und schneller ist die anschließende Reaktion der Organe des Bewegungsapparates.

Auch gilt es, den Energieaufwand der Augen in Stress- und Belastungssituationen so gering wie möglich zu halten, um leistungsmindernden Ermüdungserscheinungen vorzubeugen, denn die visuelle Wahrnehmung beansprucht mehr als nur eine gute Sehkraft.

 

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